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Interview mit RAWBITE Ambassador Lovisa Lindh

Lovisa, wie hast du deine athletische Karriere begonnen?

Ich habe mit Leichtathletik angefangen als ich 12 war. Wie es in diesem Sport üblich ist, habe ich am Anfang alle Disziplinen gemacht. Es macht echt Spaß, da du all die verschiedenen Dinge ausprobieren kannst. Normalerweise dauert es recht lange bis man sich für eine Disziplin innerhalb der Leichtathletik entscheidet.

Nach einer Weile habe ich mich mehr und mehr mit Laufen beschäftigt. Ich bin in vier Juniormeisterschaften angetreten und war nach dem Abitur in Schweden für ein Jahr in den USA auf dem College.

2014 habe ich bei meiner ersten Europameisterschaft mitgemacht, und ab dann wurde ich immer besser und besser. 2016 bin ich bei der nächsten Europameisterschaft angetreten (in der ich meine erste internationale Medaille gewonnen habe), sowie bei den Olympischen Spielen. Heute ist meine Hauptdistanz die 800m, manchmal laufe ich aber auch 1500m.

Was treibt dich an, weiterzumachen? 

Ich liebe Wettkämpfe – das ist, wofür ich trainiere. Wettkämpfe machen mir richtig viel Spaß, sie sind die Belohnung für all die Arbeit. Ich weiß, dass sich manche Menschen schwertun mit Wettkämpfen, dem Druck, eine gewisse Leistung zu erbringen. Aber mir macht es wirklich viel Spaß, mich selbst herauszufordern, zu sehen, wie weit ich gehen kann. Und je besser ich werde, desto motivierter bin ich natürlich, weiterzumachen.

Selbst wenn du weißt wofür du es tust, welchen Rückschlägen oder Herausforderungen begegnest du? 
In most cases, it’s injuries that challenge me. They force you to take detours, which is frustrating. It always takes some time to come back on track, and it takes even longer to get better than you were before.

Aus Erfahrung, welchen Rat würdest du geben, um sich selbst sportlich zu motivieren?
Die größten Herausforderungen sind Verletzungen. Sie zwingen dich, Umwege einzuschlagen, was frustrierend ist. Es dauert immer eine Zeit lang bis du wieder fit bist und weitermachen kannst, und dann dauert es nochmal länger, besser zu werden als du vorher warst.

Wenn du es nicht gewohnt bist zu laufen dann wird es dir eventuell keinen Spaß machen und du wirst nicht weitermachen wollen – daher ist mein Rat, es am Anfang ruhig anzugehen. So wird es dir auch mehr Spaß machen und du wirst gerne weiterzumachen, ohne total frustriert zu sein. Beginne bei einem Level, das gut für dich ist: ein kurzer Lauf ist besser als ein zu langer. Dann kannst du deine Laufeinheiten tatsächlich genießen und ohne die ersten Male allzu müde zu werden.

Ich denke auch, dass es sehr wichtig ist, dir selbst Ziele zu setzen. Mir selbst ist das am Anfang echt schwergefallen, weil man ja nicht weißt wie man ein Ziel absteckt das herausfordernd, aber auch realistisch ist. Aber es ist wirklich wichtig für dich selbst, ein Ziel zu haben, einfach damit du weißt, wo es hingeht. Auch hier solltest du es am Anfang nicht übertreiben, finde eine Balance zwischen Motivation und Herausforderung. Versuche, realistisch zu sein, sodass du deine gesetzten Ziele auch erreichen kannst.

Danke für das Gespräch und die Einblicke, Lovisa