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Island – Land von Eis und Feuer

Reiten in Island – ein echtes Abenteuer
Island und Reiten, das gehört einfach zusammen! Weitab vom Lärm der Zivilisation, von Autos und zu vielen Menschen geht es auf dem starken Rücken der wunderschönen Islandpferde vorbei an Vulkanen und Geysiren, durch Sümpfe, Flüsse und Moore, über Heideflächen, schwarze Lavafelder und unberührte Strände. Wer noch nie auf einem Pferd gesessen hat oder nur sehr wenig Erfahrung mitbringt, der nimmt am besten eine Reitstunde inklusive Ausritt für Anfänger. Wer aber über solide Grundkenntnisse verfügt und dabei noch eine gute Kondition mitbringt, kann sich ohne Weiteres den mehrtägigen Reittouren anschließen. Die Tagesetappen können manchmal bis zu 60 Kilometer betragen, das Tempo ist dabei eher flott. Bei größeren Touren wird in Farmen oder Berghütten übernachtet. Besonders empfehlenswert ist der Reiterhof „Icelandic HorseWorld“ der Isländerin Katrín Ólína Sigurðardóttir. Etwa eine Autostunde von Reykjavik entfernt, liegt der 350 Hektar große, familiengeführte Hof inmitten der Natur. Mehr als 100 Islandpferde leben hier – und Katrín liebt nichts mehr, als ihren Besuchern alles über die lieben Tiere zu erzählen und natürlich auch mit den Gästen aus aller Welt auszureiten.
Mehr Infos unter: www.iceworld.is

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Mit dem Monstertruck über die Insel 
Ein weiterer Weg die einzigartige Insel zu erkunden: mit einem Monstertruck. Jeder Reifen des Wagens ist so schwer wie ein Pferd – und egal ob Wüste, Strand oder vereiste Täler, diese Autos schaffen alles und können selbst über die steilsten und steinigsten Straßen fahren, Flüsse und Gletscher passieren. Wer sich lieber in die Hände eines ortskundigen Guides begibt, bucht eine geführte Tour, die häufig mit umweltfreundlichen Aktivitäten wie Wildwasserfahrten, Schneemobil fahren oder Hiking-Touren verbunden werden (z.B. über www.midgardadventure.is). Und natürlich kann man auch eine Tour zum berühmten Vulkan Eyjafjallajökull buchen, der 2010 die Welt mit seinen kilometerhohen Aschewolken wochenlang in Atem hielt. Ein Muss für alle, die an den 130 aktiven und inaktiven Vulkanen Islands interessiert sind: Das Lavamuseum in Hvolsvöllur, etwa 100 Kilometer von Reykjavik entfernt (www.lavacentre.is). Für echte Abenteurer eignen sich aber natürlich auch Selbstfahrer-Tagestouren mit dem Leihwagen. Aber Achtung: Da das Wetter auf Island innerhalb von Minuten von einem Extrem zum anderen umschlagen kann, solltet man stets eine warme Decke und eine Thermoskanne mit Tee im Auto haben. Schließlich weiß man nie, was einen in entlegenen Gebieten erwartet. Wer die Insel im Winter bereist, sollte unbedingt ein Allradfahrzeug mieten.

Die letzten Höhlenmenschen Islands
Wer gerne in die Vergangenheit reist, ist im südländischen Laugarvatn genau richtig. Denn hier lebten zu Beginn des 20. Jahrhunderts bis ins Jahr 1922 die sogenannten „Cave People“ in Höhlen. Nacheinander bewohnten zwei junge isländische Familien die aus erkalteter Lava geformten und wohnlich ausgebauten Höhle. Sie hielten Kühe, Schafe und Pferde, bauten Kartoffeln an, jagten Schneehühner und sammelten wilde Beeren im Umland. Reisende auf dem Weg in die Hauptstadt Reykjavik versorgten sie mit Wegproviant. Um den Besuchern einen authentischen Eindruck zu vermitteln, wurden die Höhlen mit original Einrichtungsgegenständen (z.B. Butterfass oder Waffeleisen) ausgestattet. Seit Sommer 2017 können die Höhlen im Rahmen einer Führung mit dem Isländer Smári Stefánsson besichtigt werden. Ein echtes Erlebnis! Weitere Infos unter: www.thecavepeople.is

Der perfekte Abschluss: Baden in der Secret Lagoon
Gibt es was Schöneres als einen Tag inmitten der isländischen Wildnis in einem heißen und vor allem natürlichen Outdoor-Pool ausklingen zu lassen? Vor allem im Winter, wenn es eiskalt ist und einem der Schnee um die Ohren peitscht (Mütze unbedingt auch im Pool auflassen!). Schnell einen kurzen Sprint bis ins 40 Grad heiße Wasser einlegen – ausstrecken und genießen! Wo das am besten geht? In der Gamla Laugin, auch Secret Lagoon genannt – dem ältesten Swimmingpool der Insel in Hverahólmi. Schon 1891 lernten die Isländer hier schwimmen. Gut erkennbar sind noch die Ruinen des ersten Badehäuschens am Rande des Pools. Mit etwas Glück lassen sich sogar die berühmten Polarlichter sehen (vom 30. September bis 14. April sind die Chancen am höchsten).
Infos unter: www.secretlagoon.is

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Enjoy every bite!