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Surf-Ferien in Dänemark – Teil I

Für ein tolles Surf-Erlebnis must du nicht nach Marokko, Bali oder Portugal reisen. Hast du dich bei den unzähligen Arten des Wassersports schon einmal gefragt, welche davon du schon immer mal ausprobieren wolltest? Es gibt viele Gründe, den Sommer in Dänemark zu verbringen und in unserem Surf-Guide wollen wir dir die besten Surf-Spots des Landes vorstellen.

Mit einer Küstenlinie von 8.750 km hat man in Dänemark leichten Zugang zum Wasser und von keinem Ort des Landes trennen dich mehr als 52 km vom nächsten Strand. Um die besten Surf-Orte ausfindig zu machen, kommt es jedoch darauf an, welche Surf-Sportart du bevorzugst: Windsurfen, Kitesurfen, Stand Up Paddling oder Body Surf?

Generell gibt es in Dänemark eher flache Gewässer und häufig Westwind, sodass an der Ostküste des Landes Windbedingungen für’s Offshore-Surfen herrschen. Surf-Spots auf offener See sind jedoch mit äußerster Vorsicht zu genießen. Falls du es trotzdem versuchen möchtest, solltest du niemals zu weit aufs Wasser hinausschwimmen, da der Wind dort sehr böig und deutlich stärker als am Land sein kann. Das vorab gesagt, kann die Reise losgehen!

Kopenhagen – Die dänische Hauptstadt

Kopenhagen ist die Hauptstadt von Dänemark und wächst stetig – auch auf dem Wasser. Der Großteil der Wasserfront befindet sich an der Ostküste, während einige Teile Kopenhagens sich nach Süden ausrichten.

Der Südteil wird Sydvestpynten genannt, ist sehr flach und eignet sich perfekt zum Kitesurfen – ein Kitesurfing-Paradies mit Wind aus Nord nach West. Auch als Windsurfer kann man diesen Ort besuchen, muss jedoch sein Equipment über eine kurze Distanz durchs flache Wasser tragen, bis man die tieferen Wasserstellen erreicht, was nicht unbedingt den spaßigsten Teil darstellt. Hat man diese Hürde aber überwunden, ist man dort oft einer der einzigen Windsurfer. Alternativ empfehlen wir Windsurfern entweder den Amager Strandpark, der sowohl eine kleine Lagune als auch die offene See bietet, und/oder den Stadtteil Sydhavnen mit einer etwas größeren Bucht. An beiden Orten hat man aufgrund der Stadtlage sehr böige Winde. Zudem findet man lokale Windsurfing-Clubs, denen man sich anschließen kann. Ausrüstung und Zubehör kann man sich jedoch nur als Mitglied leihen.

Wer lieber Stand Up Paddling (SUP) ausprobieren möchte, muss in Kopenhagen einige Regeln beachten. Auf der folgenden Karte siehst du die Orte, an denen SUP im Hafen erlaubt ist. Natürlich kann man den Sport aber auch außerhalb der Stadt ausüben und sich beispielsweise die modernen, auf Wasser gebauten Apartments rund um Svanemølle Strand und Sluseholmen ansehen. SUP-Fans empfehlen wir die mobile Surfschule NauticEasy, die fast überall in Kopenhagen Surfkurse anbietet.

SUP-Map-DE

(Quelle: https://byoghavn.dk/havnen/sup/)

Weiter geht’s auf Sjælland

Entlang der Küste in Richtung Norden gibt es eine Menge Surf-Clubs – hauptsächlich für Windsurfen und SUP. Ganz typisch für die meisten Clubs ist eine notwendige Mitgliedschaft, um sich Equipment leihen zu können. Viele sind jedoch sehr offen und laden zum mitsurfen ein, wenn man seine Ausrüstung mitbringt. Während die östliche Region eher flache Gewässer hat, sind die Orte an der Nordküste wie Ålsgårde, Hornbæk und Rågeleje vor allem für ihre Wellen bei Nordwestwind bekannt. Windsurfer, Kitesurfer und „normale“ Bodysurfer nutzen die Region zum Wellenreiten.

Kommt der Wind aus einer anderen Richtung als Nordwest, ist die Nordküste einer der schönsten Orte und ideal für eine SUP Tour entlang der Küste, jedoch sollte man unbedingt die starke Strömung und die Windrichtung berücksichtigen. Hier gilt: Immer damit beginnen, gegen den Wind und die Strömung zu paddeln. Falls Wind und Strömung in unterschiedliche Richtungen gehen, lohnt sich ein Blick in die Vorhersage, um zu sehen, welche der beiden stärker ist. Am besten immer in Ufernähe bleiben.

Der idyllische Ort Lynæs

Wenn richtig Sommer-Feeling aufkommen soll, empfehlen wir das Lynæs Surfcenter, das zu fast jeder Wassersportart Kurse anbietet. Es gibt dort ein kleines Café und man kann die mitunter besten Fischfrikadellen nach lokalem, geheim gehaltenem Rezept probieren. Von Kopenhagen aus braucht man nur ca. 1 Stunde Fahrt dorthin. Das Wasser hat flache und tiefe Wasserstellen zu bieten, sodass dieser Surf-Spot die perfekten Bedingungen für Windsurfer, Kitesurfer und Stand Up Paddler bietet. Wie in Sydvestpynten in Kopenhagen machen die flachen Wasserstellen den Ort zu einem Paradies für Kitesurfer, während Windsurfer erst das flache Wasser durchqueren müssen. Das Beste: Verglichen mit der Ostküste ist die Wahrscheinlichkeit für Wind hier sehr hoch und das Surfen funktioniert bei fast allen Windrichtungen, außer bei Ostwind.

Das Windsurfer-Paradies Veddelev

Wenn man Windsurfen bevorzugt und von den 4 Meter hohen Drachen der Kitesurfer eingeschüchtert ist, die so manches Mal den Strand einzunehmen scheinen, dann ist man in Veddelev am Roskilde Fjord genau richtig. Die Rigging Area besteht aus Rasenfläche und das Windsurfen funktioniert, bis auf Ostwind, bei fast allen Windrichtungen. Bei Sonne und Südostwind kann man typischerweise ab ca. 14:00 nachmittags aufgrund der thermischen Winde mit gut 4-6 Knoten mehr rechnen als die Vorhersage angibt. Der Surf-Spot eignet sich für alle Level, da das Ufer auf der anderen Seite schnell erreicht ist, um dort Pausen einzulegen. Hier kann man sicher eine der besten Windsurfing-Sessions des Jahres erleben.

Mach dich bereit für Teil II unseres Surf-Guides, wo es in den Westen Dänemarks geht!

Enjoy every Bite.

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